Bei vielen Clubmakern und bei noch mehr an der Herstellung, Vermarktung und Beurteilung von Golfschlägern beteiligten Personen ist die allerkleinste denkbare Einheit für die Golfschlägerlänge immer noch 0,5 inch, das heißt 12,7 mm. Der Autor hat vor Jahren begonnen, seine Messvorlagen mit einer 0,1-inch-Einteilung selbst herzustellen.
Es ist nach wie vor ein großes Problem, mit handelsüblichen Bending- Machines Loft- oder besonders Lie-Winkel mit Bruchteilen von Graden zu messen oder gar herzustellen. Durch zusätzlich selbst angebrachte Spiegel und Lupen an einer Bending-Machine haben sich jedoch durchaus brauchbare Ergebnisse erreichen lassen. Kritiker der neuen Length-Fitting-Verfahren werden darum besonders hier anzusetzen versuchen, bis irgendwann brauchbare Messvorrichtungen lieferbar sind.
Für Clubmaker sind die beiden neuen Verfahren zur Herstellung von wirklich individuell passenden Golfschlägern, nämlich ProKid® mit einem Testschläger je anzufertigendem Satz von Schlägern für junge Golfer und ProAd® mit zwei Testschlägern je anzufertigendem Satz von Schlägern für erwachsene Golfer, problemlos zu behandeln, vorausgesetzt sie erhalten die erforderlichen Templates gleich mit den Schlägerköpfen von ihren Komponenten-Herstellern, oder sie können diese Templates selbst herstellen lassen.
Die Markenhersteller hätten an der Fertigung und Lieferung von Sätzen individuell passender Golfschläger sicherlich erst dann Interesse, wenn sich diese Firmen damit entweder durch eine gewisse Exclusivität vom Wettbewerb absetzen könnten oder wenn sie eine Abwanderung von Kunden zu Clubmakern, die Komponenten verarbeiten und welche die neuen Verfahren leicht anbieten können, verhindern müssten. Das aber nur unter der Voraussetzung, dass die neuen Verfahren einen satten Gewinn erzielen lassen würden.
Ein weiterer nicht ganz unwesentlicher Aspekt kommt beim ProKid®- und beim ProAd®-Verfahren mit ins Spiel: auf das nach dem Stand der Technik angewandte Verbiegen der Hosel kann verzichtet werden, wenn die Golfschläger passend hergestellt werden. Damit können Metalle und Gießverfahren zur Herstellung von Köpfen Anwendung finden, die ein späteres ungewolltes Verbiegen beim Golfspielen gar nicht mehr zulassen.