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zurück zur HomepagePassende und unpassende Bemerkungen zu auch in der Länge
individuell passenden Golfschuhen und Golfschlägern..

Da würden sich der TV-Schuhverkäufer Al Bundy und ganz besonders die gesamte Schuhindustrie aber freuen: nur eine einzige Schuhgröße je Muster und Farbe. Entweder der Kunde kauft und benutzt die Schuhe so, wie sie im Regal stehen, oder er lässt die Schuhe Fitten. Genauer betrachtet Lengthfitten, das bedeutet, an seine individuelle Fußgröße anpassen. Der Schuhverkäufer würde in diesem Fall den Kunden bitten, die Schuhe zum Maßnehmen anzuziehen, um dann mit Schere und Seidenpapier das Seinige zu tun. Ist das Testergebnis ein zu langer Schuh, wird er eine entsprechende Menge des Papiers in die Schuhe stopfen. Bei zu kurzen Schuhen jedoch schneidet er vorne ein Loch aus dem Leder heraus für die sonst vergeblich platzsuchenden Zehen des Kunden.

Den vorstehend beschriebenen fiktiven Ablauf beim Kauf und beim Anpassen von Schuhen gibt es natürlich in der Wirklichkeit nicht. Wie gesagt nicht beim Kauf von Schuhen und auch nicht beim Kauf von Golfschuhen. Man hat dort nämlich rechtzeitig ein System von Schuhgrößen eingeführt, ohne welches heutzutage sowohl die Produktion von Schuhen als auch der Schuhverkauf undenkbar wären. Ebenfalls im Bekleidungsmarkt finden wir Größensysteme, ohne die es nicht funktionieren würde, den Wünschen der Verbraucher und der Kunden nach individuell passenden Produkten nachzukommen.

Betrachtet man nun sowohl Golfschläger als auch Golfschuhe genauer, so kann man feststellen, dass es hier neben Gemeinsamkeiten auch Gegensätze gibt. So ist zum Beispiel ein Golfschläger etwa genauso teuer wie ein Golfschuh. In der Regel jedoch passen die Schuhe dem Golfer, die Golfschläger aber nicht. Auch dann nicht, wenn die selbe Marke draufsteht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es bei den Golfschlägern keine Systeme von Golfschlägergrößen gibt, und ohne Anwendung eines solchen Systems ist die direkte Herstellung von Sätzen auch in der Länge individuell passender Golfschläger sicherlich nicht gut möglich.

Wenn wir von passenden Golfschlägern sprechen, meinen wir in erster Linie Eisenschläger, deren Sohlen im Treffmoment genau mittig den Boden berühren, weil sie anderenfalls die Flugrichtung des Balls unter Umständen sogar erheblich beeinflussen würden. Besonders genau müssen die sogenannten kurzen Eisen und die Wedges passen, während die langen Eisen sich bei nicht mittig aufsetzenden Schlägerköpfen ein wenig toleranter veralten. Nur beim Driver ist es total unwichtig, ob er nun passt oder nicht passt, denn hier wird der Ball ja in der Regel aufgeteet und seine Sohle kann daher eigentlich gar nicht den Boden berühren.

Bis heute werden keine seriösen Verfahren oder Systeme angeboten, die es ermöglichen, auch in der Länge individuell passende Golfschläger direkt herzustellen, wie es etwa bei Golfschuhen längst üblich ist, obwohl Schlägerhersteller dieses sehr oft und sehr gerne in ihren Werbebotschaften und ihren allgemeinen Fittingangeboten suggerieren. Millionen von Golfschlägern verlassen jährlich weltweit als Massenprodukte die Fertigungsstätten, um dann ohne jedes Lengthfitting an die Frau oder den Mann gebracht zu werden. Tom Wishon, der amerikanische Guru der Clubmaker, schreibt in seinem Buch “The Search for the Perfect Golf Club”: Gerechterweise muss man sagen, dass weniger als 10% aller Golfer jemals lie-gefittet und dementsprechend ihre Golfschläger eingestellt wurden.

Das eigentliche Problem bei der Herstellung von individuell passenden Golfschlägern ist das unabdingbare Verbiegen der Schäfte im Treffmoment, bei dem sich der ursprüngliche Lie-Winkel um einige Grade verkleinert. Eine Berechnung dieser Lie-Winkel-Veränderung ist nicht möglich. Das vielfach beschriebene sogenannte “Toe down type Bending” lässt sich aber durch eine neue grundlegende Entdeckung in den “Griff” bekommen: Bei Veränderung des WIM (Wrist-to-Floor at Impact) um gleiche Werte, ändern sich die Abstände der Berührungslinien auf der Sohle des Schlägerkopfes um ungleiche Werte, die von Templates abgelesen bei der Berechnung zwingend zur richtigen Schlägerlänge führen.

Es ist ein Differenzen-Verfahren, das uns, richtig angewendet, zum individuell passenden Golfschläger führt. Unser Ziel ist aber die Herstellung eines ganzen Satzes von auch in der Länge individuell passenden Golfschlägern. Wir nutzen hierfür eine weitere neue grundlegende Entdeckung: Die Abstände der Lie-Winkel-Werte verringern sich berechenbar bei gleicher Zunahme der Werte der Schlägerlängen und führen somit zur Bestimmung der Lie-Winkel innerhalb eines Schlägersatzes. Eine weitere Neuigkeit führt dann zum Ziel: Aus einer Tabelle mit Golfschlägergrößen lassen sich u.a. Lie-Winkel-Werte und Schlägerlängen zur direkten Herstellung von Sätzen auch in der Länge individuell passender Golfschläger ablesen.

Wenn denn nun weltweit Golfschläger hergestellt werden, welche tatsächlich nur selten nachträglich durch Benden angepasst werden, so hat dieses Vorgehen dann aber für den Golfer mehrere entscheidene Nachteile. So geht häufig die Relation zur Körpergröße durch das Benden verloren. Besonders schwierig ist es auch, einen versierten Clubmaker für ein fachgerechtes Benden zu finden. Erfahrene Golfer werden darüberhinaus das Nichtpassen ihrer Schläger in der Länge durch eine Körperhaltung, die von der normalen abweicht, abzumildern versuchen, und damit ihre gewohnte Schwunghaltung zwangsläufig nachteilig ändern müssen.

Wir sollten also den Schuhverkäufer Al Bundy mit seinen unterschiedlichen Schuhgößen glücklich werden lassen und dürfen ihn darüberhinaus beneiden, Schuhe in den verschiedensten Größen seinen Kunden zum Anprobieren anbieten zu können. Aber auch wir Golferinnen und Golfer leben nicht ohne jede Hoffnung. Für ein Verfahren zur direkten Herstellung von individuell passenden Golfschlägern ist inzwischen in Großbritannien, dem Land mit einer Jahrhunderte alten Golftradition, ein entsprechendes Patent erteilt worden. Und auch für die USA mit ihren mehr als 35 Millionen Golfern ist die entsprechende Patentprüfung positiv abgeschlossen worden. Das neue Verfahren lässt nämlich hoffen, dass zukünftig weitaus mehr Golfer als heute mit auch in der Länge individuell passenden Golfschlägern spielen werden und damit die Möglichkeit haben, ihren Score nachhaltig verbessern zu können.

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