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Wir wollen nun einen Satz individuell passender Eisenschläger herstellen, in dem wir die Dynamic-Lie-Tests mit je einem kurzen und einem langen Eisen durchführen werden, um im ganzen Satz individuell passende Golfschläger zu erhalten. Wir wählen dafür die Eisen TWGT 550c von Tom Wishon, Durango, USA. Die gelben Felder in der Tabelle: Clubsize-Range – Calculated Lengths – TWGT 550c lassen uns die Werte für die Fertigung der beiden Messschläger ablesen. Es handelt sich dabei je um ein Eisen 3 und um ein Eisen 9.
Die Köpfe der Messschläger kleben wir auf stiffe Stahlschäfte und markieren dann die jeweiligen Testschlägerlängen mit einem Filzstift auf den Schäften der Messschläger. Anschließend überprüfen wir genau die Loft- und Lie-Winkel und korrigieren diese, wenn nötig, in einer Bending-Machine. Die sich dann während des Messens in einer Messvorrichtung ergebenen Werte der Sohlen-Differenzen übertragen wir in die Tabellen: Measuring-Result - TWGT 550c - Iron 3 und Iron 9 , die als Vorlage der Druckform für den Druck der benötigten zwei Templates (Abb. 24+25) dient, je eine für das Test-Eisen 3 und eine für das Test-Eisen 9.
Die Fertigung der Testschläger ist für den Clubmaker nun der erste Schritt auf dem Weg zu individuell passenden Golfschlägern für einen Kunden. Sowohl der Testschläger Eisen 3 als auch der Testschläger Eisen 9 müssen aus den gleichen Komponenten gefertigt sein, aus denen später der Golfschlägersatz bestehen soll. Die Golfschlägerköpfe müssen natürlich im Design dem Spielertyp entsprechen und bei den Loft- und Lie-Winkeln, wie in den vorgenannten Tabellen angegeben, genau geprüft und übereinstimmend korrigiert werden.
Ebenfalls die Schäfte müssen bei den Testschlägern die Gleichen sein mit den vom Komponenten-Lieferanten angegebenen Tip-Trim Werten, wie sie zu dem bestimmten Golfspielertyp passend entwickelt wurden. Während der Kunde sich die Griffe aussuchen wird, hat der Clubmaker dafür zu sorgen, dass nach dem Vermessen, zum Beispiel der linken Hand bei Rechtshändern, die erforderliche Griffstärke sich auch bei der späteren Fertigung der eigentlichen Schläger dann wiederholt.
Ergeben die Dynamic-Lie-Tests nun für beide Test-Eisen eine getestete Clubsize von 35, und zwar sowohl für den Testschläger Eisen 3 als auch für den Testschläger Eisen 9, so hätte auch ein Test mit einem einzigen Testschläger genügt. Hinterher ist man ja bekanntlich schlauer.
Das Ergebnis wären die Golfschlägerlängen wie in Tabelle: Customer 35,0/35,0. Erhält man durch den Dynamic-Lie-Test jedoch zum Beispiel mit dem Test-Eisen 3 einen Wert von Clubsize 35,3 und mit dem Test-Eisen 9 einen Wert von Clubsize 34,7, so sind die Golfschlägerlängen gemäß Tabelle: Customer 35,3/34,7 zu fertigen.
Wie schon bei den Schlägern für die Kids werden für alle Schläger des Satzes vor dem Kleben nun jeweils die Schwunggewichte gemessen und diese dann bei jedem Schläger gleichgewichtig eingestellt mit Hilfe von Hoselgewichten oder mit Blei- oder Tungsten-Pulver, wobei die Schwunggewichte bei den Wedges Zuschläge erhalten. Nach diesen Korrekturen können nun die Schläger geklebt und nach dem Trocknen mit den Griffen versehen werden. Und wieder ist ein Satz wirklich individuell passender Golfschläger fertig.
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