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Beim Schlagen eines Golfballes mit einem Golfschläger berührt der Golfer mit dem Schlägerkopf den Boden derart, dass eine mehr oder weniger breite Berührungszone auf der Sohle des Schlägerkopfes entsteht. Die Mitte dieser Berührungszone in Schlagrichtung bezeichnen wir als Berührungslinie. Idealerweise verläuft diese Berührungslinie genau mittig auf der Sohle und damit genau mittig zu den Groves auf der Schlagfläche. Der Schläger wäre in diesem Fall als individuell passend für den betreffenden Golfer zu bezeichnen. Sicherlich ein Glücksfall und ein Zufall zugleich. (Abb.13+16)
In der Regel wird die Berührungslinie jedoch nicht mittig auf der Sohle erscheinen. Ist der Schläger nämlich für den Golfer zu kurz (Abb.14) oder ist der Lie-Winkel zu klein, befindet sich die Berührungszone im vorderen Teil der Sohle, zur Spitze hin. Ist der Schläger zu lang (Abb.15) oder ist der Lie-Winkel zu gross, finden wir die Berührungszone zwischen der idealen Mitte der Sohle und dem Hosel. Der Schläger passt dann in den letzten beiden Fällen dem getesteten Golfer nicht.
Das Anpassen der Golfschläger an die Körpergrösse des Golfers aber allein durch eine Änderung der Lie-Winkel wäre sehr fragwürdig. Es würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass etwa Kids mit Schlägern spielen, deren Schaftlängen zu ihren Vätern passen würden. Die Nutzung von Lie-Winkel-Änderungen zur Anpassung der Schläger sollte daher nur in einem sehr begrenzten Bereich geschehen. Zu beachten sind außerdem die Angaben der Hersteller der Köpfe über mögliche nutzbare Biegetoleranzen. Anzustreben sind in jedem Fall Golfschlägerlängen, die in einem direkten Verhältnis zu den WIM-Werten des jeweiligen Golfers stehen.
Durch einen Dynamic-Lie-Test bestimmen wir genau betrachtet die Differenz der Berührungslinie des zu testenden Golfers zur idealen mittigen Berührungslinie auf der Sohle des Testschlägers. Diese Differenz führt uns zu den individuell richtigen Golfschlägerlängen, vorausgesetzt, der Testschläger entspricht genau den Schlägern, aus denen der zu fertigende Golfschlägersatz bestehen soll: gleicher Schaft, gleicher Kopf, gleicher Lie. Das zum Testschläger gehörende Template lässt, nach dem Dynamic-Lie-Test auf die Sohle aufgelegt, die richtige Clubsize ablesen.
Die Herstellung des Templates erfolgt nach den Messwerten, die mit einem Messschläger erstellt werden. Der jeweilige Messschläger besteht aus dem Schlägerkopf, dessen Lie- und Loftwinkel penibel kontrolliert und eingestellt wurden und einem sehr stiffen Stahlschaft, auf dem die Länge des Testschlägers mit einem Filzstift markiert ist (Abb.17). Die Benutzung eines Testschlägers als Messschläger ist ebenso möglich, soweit der Schaft beim Messvorgang nicht durchbiegt und so das Messergebnis verfälscht abgelesen wird.
Der Messschläger wird nun in die Messvorrichtung eingespannt, wobei die Berührungslinie genau auf der Mitte der Sohle aufliegt (Abb.16) und ein Lot auf der Treffzone der Schlagfläche rechtwinklig zu einer Ebene strahlt, auf der die Centerline des Schaftes ausgerichtet ist. Gemessen wird dann mit je einer roten Folie der Stärke 135 my, die rechts und links rechtwinklig an die Berührungszone geschoben werden. Eine auf die Schlagfläche geklebte Millimeterfolie ermöglicht ein genaues Ablesen der Werte (Abb.16).
Die beiden Messwerte der idealen mittigen Berührungszone müssen gleich sein, wenn der Messschläger korrekt eingespannt ist.
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Tabelle: Measuring - Result - TWGT 550c Iron 3
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Der Messvorgang wird nun jedesmal wiederholt, nachdem die Position des eingespannten Schaftes in Höhe der Längen-Markierung um jeweils 0,5 inch senkrecht nach oben bzw. nach unten verändert wurde (Abb.17). Die Mes-sungen werden dann in einer Tabelle: Measuring - Result - TWGT 550c Iron 3 erfasst und ergeben die genauen Differenzen auf der Sohle des Golfschlägerkopfes (Abb.18).
Das Übertragen der Messwerte auf ein Template, welches eine genaue zweidimensionale Darstellung der Sohle sein muss, ergibt eine Abbildung der möglichen Berührungslinien zu denen wiederum die bezeichneten Clubsizes passen (Abb.19).
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Abb.19: Template TWGT 550c Iron 3 (Abb.100%)
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Dieses Template kann nun verwendet werden für alle Testschläger, die den gleichen Schlägerkopf und die gleiche Golfschlägerlänge sowie gleiche Lie- und Loft-Winkel haben. Schaft, Schaftflex, Tip-Trim und die Griffstärke sind allerdings auf den zu testenden Golfer abzustimmen.
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